Resilienz: Von der Erosion mentaler Gesundheit und der Rückkehr zu eigener Stärke
/„Die erschöpfte Gesellschaft“. Dieser Titel eines 2013 erschienen Buches erscheint mittlerweile nicht mehr nur wie eine Mahnung, sondern vielmehr die Realität abzubilden.
Zunächst konnte im Wirtschaftsbereich noch das schwammige Konstrukt einer „New Work“ Menschen die Hoffnung vermitteln, dass Ideen wie z.B. „Work-Life-Balance“, „Purpose“-Orientierung, „Happiness Officer“ oder relativ neu „Positive Leadership“ dazu führen, mit Leichtigkeit & Freude im Job unterwegs zu sein und Leistung zu erbringen.
Der exponentielle dramatische Anstieg von Phänomenen wie dem „Burnout – Syndrom“, psychischen- und psychosomatischen Erkrankungen gerade in den letzten zehn Jahren zeigt jedoch – wie auch die explosionsartige Nachfrage nach „Mental Health“-Themen - dass etwas ganz gehörig schiefläuft.
Der Begriff der „funktionalen Depression“ ist in diesem Zusammenhang therapeutisches Symptom und Diagnose zugleich, beschreibt er doch ziemlich treffend die bedenkliche Ambivalenz im Alltag vieler Menschen - nicht nur im Managementkontext: Mann/Frau funktioniert, bringt die gewünschte Leistung, fühlt sich jedoch zugleich häufig überlastet, genervt und erschöpft. Statt innezuhalten, zu spüren - und verstehen - was mit einem passiert, bleiben die meisten im Modus einer beruflichen wie privaten übersteigerten Betriebsamkeit und/oder kompensieren bzw. flüchten in Ablenkung.
Was tun? Weiter im Hamsterrad ist eine gelebte Praxis der meisten, erscheint jedoch - auch mit Blick auf den persönlichen zu zahlenden Preis - nicht attraktiv.
Komplett „aussteigen“ ist in der Regel – insbesondere leistungswilligen Menschen – auch keine Alternative und zudem mit Blick auf die Folgen bzw. den zu zahlenden „Preis“ nicht reizvoll.
Die Lösung besteht m. E. zunächst darin, sich selbst wahrzunehmen – gewissermaßen mit sich als Individuum z.B. mit folgenden Fragen in eine `Resonanz´ zu gehen.
· Was, welche Prämissen treiben mich an?
· Was habe ich für Bedürfnisse & Werte?
· Was möchte ich vom Leben haben/erreichen?
· Was bzw. womit vermag ich meinem Dasein einen Sinn zu geben?
· Wo stehe ich im Hinblick auf diese Fragen: wie geht es mir damit – möchte ich etwas
verändern?
Anders als im oft propagierten Sinne einer „besten Version des eigenen Selbst“ geht es hier um das Finden von Klarheit über sich als Person – und den eigenen „Wesenskern“. Diesen zu finden, sich von schädlichen Prägungen zu verabschieden und zugleich kontinuierlich weiterzuentwickeln sowie Ansprüchen und Widrigkeiten „von außen“ angemessen zu begegnen, schafft Stabilität und innere Souveränität.
Ergänzend wäre es noch äußerst hilfreich, bewährte philosophisch-psychologische „Lebens-Prinzipien“ zu kennen und im Sinne einer fortlaufenden Selbstregulierung auch aktiv im Alltag anzuwenden. Der Nutzen: auch dauerhaft mental stabil und gesund zu bleiben und sich am eigenen Dasein zu erfreuen.
Dies sind Beispiele für ganz wesentliche, „mentale Hebel“, die ein möglichst gelassenes & zufriedenes Leben ermöglichen:
- zu verstehen, worauf Sie direkt Einfluss haben und worauf nicht („Dichotomie der
Macht“)
- Vermeiden Sie in diesem Sinne Rechthaberei und den Vergleich mit anderen
Menschen
- begreifen Sie „Verzicht“ als notwendige Konsequenz von eigenen Entscheidungen
und nicht als Verlust oder Übel!
- Streben Sie nicht nur nach kurzfristigem „Lustgewinn“ – sondern konzentrieren Sie
sich stattdessen eher auf positive mittel- und langfristige Gewinne („Langfrist- statt
Kurzfristhedonismus“).
- Relativieren Sie Ihr Verständnis von „richtig“ und „falsch“ im Sinne eines polaren
schwarz-weiß-Denkens („Ambiguitätstoleranz“): Wahrheit/Richtigkeit ist relativ und
abhängig vom eigenen (auch kulturellen) Geschmack, Moral und Lebenszielen.
- Beharren Sie – gerade im Business - nicht zu stur auf (durchaus positive)
Konstrukte wie `Gerechtigkeit´ und `Fairness´, weil diese gesellschaftlich und
subjektiv determiniert und somit relativ sind.
- Akzeptieren Sie Unsicherheiten, Anstrengungen, um Ziele zu erreichen, eigene
Verletzlichkeit & die Existenz von körperlichen Schmerzen
- Stellen Sie sich dem “Auf- und Ab”, dem Fluss des Lebens inklusive der eigenen
Endlichkeit - und genießen Sie Ihre Existenz auf dieser Welt
Wenn Sie sich persönlich von diesen Gedanken angesprochen fühlen und sich damit einmal gemeinsam mit einem Coach fokussiert auseinandersetzen möchten, kontaktieren Sie mich gerne.
Vielleicht sind Sie ja auch als Coach tätig und neugierig und möchte wissen,
- was hinter den skizzierten antiken & asiatischen philosophischen Prinzipien steckt,
- wie Sie das sowohl für sich persönlich nutzen können UND
- Ihre Arbeit im Business- UND Life- Kontext garantiert auf ein noch höheres Level
bringen können?
Dann lade ich Sie herzlich zu dem von mir organisierten und als Co-Trainer begleiteten Coach-Seminar mit dem Gründer der sogenannten „Integrativen Kognitiven Verhaltenstherapie“ (IKVT), Herrn Dr. H. Stavemann, ein. Dieser gilt mit seinem Hamburger Institut IVT im DACH-Raum seit mehr als drei Jahrzehnten als Koryphäe für die Ausbildung von Psychotherapeuten/innen.
Seminartermin: “Integratives Kognitives Verhaltenscoaching (IKVC):
14./15. Mai 2026 ganztägig in Berlin-Westend.
Nähere Infos zum Seminar & Räumlichkeiten dazu finden Sie im ersten Kommentar.
unter www.cohnsulting.de/seminar, per Mail oder direkt telefonisch.





